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Gottesdienst Gründonnerstag | Matthäus

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Gottesdienst Karfreitag | Laurentius

Wie einen neuen Lebensstil finden? (Teil 3)

Liebe Freunde unserer Gemeinden!

Die Corona-Krise hat ungewollt unseren Lebensstil verändert. Das zehrt mitunter an den Nerven. Wann wird es endlich wieder so sein wie vorher? Die Antwort lautet: wohl nie. Wir werden verändert aus der Krise hervorgehen. Erschrecken wir davor? Oder begreifen wir sie als Chance, auf einer tieferen Ebene unseres Daseins aus ihr zu lernen? Vielleicht braucht das ja noch Zeit …

In der biblischen Tradition sind Krisen bzw. Katastrophen immer ein Anlass zum Umdenken gewesen. Das spüren wir heute auch. Was haben wir falsch gemacht? Worauf will Gott unseren Blick richten? Müssen wir nicht grundlegend unseren Lebensstil ändern? Die Bibel nennt es „Umkehr“ bzw. „Buße“. Dass „Besserung“ möglich ist, eine zweite Chance, ist die Hoffnung der Bibel.

Wir sind dünnhäutiger geworden und spüren mit Unruhe in der Tiefe: unser Leben haben wir nicht in der Hand. Liegt darin aber nicht auch ein Segen? Als Macher in der Welt sind wir enorm weit vorangekommen. Aber das kann nicht alles sein angesichts der Wüsten, die wir mit unserer Art zu leben hinterlassen. Ist das Leben nicht eine einzigartige Gabe für eine – hoffentlich gesegnete – Zeitlang?

Nun gehen wir auf den Karfreitag zu, ohne Familienfeiern zu Ostern, ohne Reisen. Alles wird bescheidener und stiller sein. Ist das schlimm? Ein junger Arzt in einer italienischen Corona-Station, Atheist,  schrieb vor kurzem: „Ich möchte meinen letzten Atemzug erst machen, nachdem ich anderen geholfen habe. Ich bin froh, zu Gott zurückgekehrt zu sein, während ich vom Leiden und Tod meiner Mitmenschen umgeben bin.“ Ohne es im Voraus zu wissen, war er dem Weg Jesu gefolgt.

Wieder werden zur Gottesdienstzeit unsere Kirchen zum stillen Gebet geöffnet sein. Wenn am Karfreitag die Glocken läuten, können wir für uns die Worte Jesu am Kreuz hören und meditieren: „Vater, in deine Hände lege ich mein Leben.“ In der Osternacht ist ab 22 Uhr die Pauluskirche offen. Denn es war in der Tiefe der Nacht, dass Jesus aus dem Grab als Sieger hervorging. Kerzen werden entzündet sein, um mit Christus die Kraft des österlichen Lebens zu erwarten. Das Geläut wird es in die Stille der Nacht hinein verkünden.

Als Jesus nach Jerusalem kam, nahmen die Menschen Palmzweige und gingen hinaus ihm entgegen und riefen: "Hosianna! Gelobt sei, der da kommt im Namen des Herrn, der König von Israel!". Gehören wir zu den Menschen, die ihn so erwarten?

Werden wir aus dieser österlichen Zeit verändert hervorgehen?
Könnten Herzlichkeit und Gebet unseren Lebensstil verändern …

Pfarrer Dr. Reinhard Simon

(Teil 1 und 2 siehe unten)


Gottesdienst am Sonntag, 29. März 2020

PSALMGEBET AM PALMSONNTAG
(Leidenspsalm Jesu)

Gott, hilf mir!
Denn das Wasser geht mir bis an die Kehle.

Ich versinke in tiefem Schlamm, wo kein Grund ist;
ich bin in tiefe Wasser geraten, und die Flut will mich ersäufen.

Ich habe mich müde geschrien, mein Hals ist heiser.
Meine Augen sind trübe geworden, weil ich so lange harren muss auf meinen Gott.

Denn um deinetwillen trage ich Schmach,
mein Angesicht ist voller Schande.

Ich bin fremd geworden meinen Brüdern
und unbekannt den Kindern meiner Mutter;

denn der Eifer um dein Haus hat mich gefressen,
und die Schmähungen derer, die dich schmähen, sind auf mich gefallen.

Ich aber bete, HERR, zu dir zur Zeit der Gnade;
Gott, nach deiner großen Güte erhöre mich mit deiner treuen Hilfe.

Die Schmach bricht mir mein Herz und macht mich krank.
Ich warte, ob jemand Mitleid habe, aber da ist niemand,
und auf Tröster, aber ich finde keine.

Sie geben mir Galle zu essen
und Essig zu trinken für meinen Durst.

Ich aber bin elend und voller Schmerzen.
Gott, deine Hilfe schütze mich!

(Aus Psalm 69)

EVANGELIUM

Als am nächsten Tag die große Menge, die aufs Fest gekommen war, hörte, dass Jesus nach Jerusalem kommen werde, nahmen sie Palmzweige und gingen hinaus ihm entgegen und riefen: "Hosianna! Gelobt sei, der da kommt im Namen des Herrn, der König von Israel!" Jesus aber fand einen jungen Esel und setzte sich darauf, wie geschrieben steht: »Fürchte dich nicht, du Tochter Zion! Siehe, dein König kommt und reitet auf einem Eselsfüllen.«
Das verstanden seine Jünger zuerst nicht; doch als Jesus verherrlicht war, da dachten sie daran, dass dies von ihm geschrieben stand und man so an ihm getan hatte. Die Menge aber, die bei ihm war, als er Lazarus aus dem Grabe rief und von den Toten auferweckte, bezeugte die Tat. Darum ging ihm auch die Menge entgegen, weil sie hörte, er habe dieses Zeichen getan. Die Pharisäer aber sprachen untereinander: Ihr seht, dass ihr nichts ausrichtet; siehe, alle Welt läuft ihm nach.

(Evangelium nach Johanes, Kap. 12,12-19)

KINDERGOTTESDIENST

Das Kindergottesdienstteam der Michaelis Friedenskirche Leipzig bietet mit Unterstützung der Godly Play-Community eine Video-Geschichtenreihe durch die Passionszeit bis Ostern an: 
•    22.3. Das Geheimnis von Ostern: https://youtu.be/-fnVXjSP7-k
•    29.3. Jesus öffnet die Augen (Bartimäus): https://www.youtube.com/watch?v=1MyuHi_6bSU
•    5.4. Jesus leidet und stirbt: https://www.youtube.com/watch?v=eIYGKX_l1vk
•    10.4. Jesus betet in Gethsemane
•    12.4. Warum wir Ostern feiern: Das leere Grab

Immer am Sonnabend wird die jeweils neue Geschichte eingestellt.

ERZÄHUNG VON ANNA WITTENBERG

Liebe Kinder!

Am nächsten Sonntag feiern die Kirchen „Palmsonntag“. Das ist der Tag, an dem Jesus auf einem Esel in Jerusalem einzog. Ganz viele Menschen feierten ihn wie einen König. Die Menschen warfen Palmblätter und sogar ihre Kleider auf den Weg, um Jesus ihre Verehrung zu zeigen. Viele von euch erinnern sich bestimmt an das Lied: „Jesus zieht in Jerusalem ein, Hosianna….“ . Mit dem Palmsonntag also beginnt unsere Osterwoche. Nun ist ja noch ein Sonntag Zeit bis dahin. Was hat Jesus hier wohl gemacht? Im Neuen Testament wird berichtet, dass Jesus die Stadt abends verließ und außerhalb der Stadt Jerusalem in einen Garten ging. Tagsüber war er im Tempel und sprach zu den Menschen. Als ich mir das so bildlich vorstellte, erwachte in mir ein Gedanke, den ich mit euch teilen möchte: Ich dachte, bestimmt waren in dem Garten Vöglein. Bestimmt liebte Jesus den Gesang der Vögel, ob morgens, ob abends. Und was, wenn ein kleiner Spatz vielleicht auch Jesus ganz ganz doll lieb hatte. Der flog dann abends immer gleich auf Jesus zu, wenn er ihn schon von weitem kommen sah. Umflatterte ihn ganz aufgeregt, um ihm sein allerschönstes Lied vorzusingen. Bestimmt hat er so lange gesungen, bis Jesus ihn endlich ansah. Und dann hat er sich bestimmt auf seine Schulter gesetzt. Oder auf seine Hand. Und bestimmt musste Jesus dann lächeln. Ich kann mir gut vorstellen, dass Jesus zu ihm gesprochen hat. Ungefähr so stelle ich mir das vor: „Na, Spätzchen, wie war dein Tag… den ganzen Tag schien die Sonne…also haben wir richtig gute Laune…und so schön wie du singst und pfeifst, bist du auch satt und kerngesund. Spätzchen, heute wollte ich den Menschen wieder Mut machen, dass sie all ihre Hoffnung auf Gott setzen sollen. Und stell dir vor, da musste ich an dich denken und da habe ich gesagt: Sehet die Vögel unter dem Himmel an, sie säen nicht, sie ernten nicht…und euer himmlischer Vater nährt sie doch! Tja, Spätzchen, verstanden haben  mich die Menschen dann wohl. Nun muss allerdings noch ihr Vertrauen wachsen. Aber genug für heute. Jetzt lass uns noch beten und dann schlafen gehen. Morgen ist wieder ein neuer Tag.“

Liebe Kinder, wenn euch diese Geschichte gefallen hat, dann malt doch ein Bild dazu. Hebt eure Bilder gut auf, denn ich würde sie gern sammeln, wenn wir uns wieder treffen können.

Jesus hat ja vorm Schlafen gehen gebetet. Hier habe ich eines meiner Lieblingsgebete für euch aufgeschrieben: „Lieber Gott, nun schlaf ich ein. Schicke mir ein Engelein, dass es treulich bei mir wacht durch die ganze lange Nacht! Schütze alle, die ich lieb`, alles Unrecht mir vergib! Kommt der helle Morgenschein, lass mich wieder glücklich sein. Amen.“

Bleibt behütet!

Eure Anna Wittenberg


Gebet in Zeiten von Corona

Unser Vater,
in einer Zeit der Belastung und der Unsicherheit für die ganze Welt kommen wir zu Dir und bitten Dich:

  • für die Menschen, die mit dem Corona-Virus infiziert wurden und erkrankt sind;
  • für diejenigen, die verunsichert sind und Angst haben;
  • für alle, die im Gesundheitswesen tätig sind und sich mit großem Einsatz um die Kranken kümmern;
  • für die politisch Verantwortlichen in unserem Land und weltweit, die Tag um Tag schwierige Entscheidungen für das Gemeinwohl treffen müssen;
  • für diejenigen, die Verantwortung für Handel und Wirtschaft tragen;
  • für diejenigen, die um ihre berufliche und wirtschaftliche Existenz bangen;
  • für die Menschen, die Angst haben, nun vergessen zu werden;
  • für uns alle, die wir mit einer solchen Situation noch nie konfrontiert waren.

Herr, steh uns bei mit Deiner Macht,
hilf uns, dass Verstand und Herz sich nicht voneinander trennen.
Gib uns die Kraft, die Widrigkeiten und Herausforderungen, die uns hier begegnen, anzunehmen.
Stärke unter uns den Geist des gegenseitigen Respekts, der Solidarität und der Sorge füreinander.
Hilf, dass wir uns innerlich nicht voneinander entfernen.
Stärke in allen die Fantasie, um Wege zu finden, wie wir miteinander in Kontakt bleiben.

Wenn auch unsere Möglichkeiten eingeschränkt sind,
um uns in der konkreten Begegnung als betende Gemeinschaft zu erfahren,
so stärke in uns die Gewissheit, dass wir als deine Kinder im Gebet durch Dich miteinander verbunden sind.

Danke, Vater, dass du selbst in der schwierigsten Lebenssituation für uns da bist und über uns wachst.
Amen.


#Lebenszeichen

Liebe Familien!

Das katholische Bistum Magdeburg hat die Idee ins Leben gerufen, durch das Pflanzen kleiner Weidenbäume Lebenszeichen zu setzen. So ist die Aktion "#Lebenszeichen #inkontaktbleiben"  entstanden, die wir unterstützen. http://www.familie-lokal.de/themen_lebenkunst.html. Auch bei uns fand die Aktion Anklang. Die Bäume können zum Hoffnungszeichen dafür werden, dass Gott unser Leben hält.
Setzen Sie #Lebenszeichen! Laden Sie zum Mitmachen ein!


Herzlichkeit und Gebet (Teil 1)

Liebe Freunde unserer Gemeinden!

In diesen Wochen können wir richtig Gutes tun: Menschen schützen. Wir können Teil einer „Welle der Aufmerksamkeit“ sein, einer Welle der „Herzlichkeit und des Gebets“!

So vieles, das für uns ganz normal und womöglich ans Herz gewachsen ist, geht nicht mehr. Fragen tauchen auf: Was ist jetzt wichtig? Was ist überhaupt wichtig? Wo finden wir die Quellen, aus denen wir für unser inneres Leben schöpfen können? Nie kannten wir ein so enormes, unausweichliches „Fasten“!

Was bedeutet das für uns? Nehmen wir uns – so gut es geht – Zeit für das eigene Gebet, selbst wenn es kurz ist. Die Stille vor Gott beginnt uns zu tragen. Wagen wir es, ihm alles anzuvertrauen, die Mitmenschen, uns selbst, alles. Kann man das denn so einfach? Ja, es gilt nur, es zu versuchen.

Die Gottesdienste in Magdeburger Kirchen sind ausgesetzt. Viele werden den Gottesdienst am Fernseher mitfeiern. Die Gottesdienste der Magdeburger Domgemeinde werden ohne Gemeinde in Bild und Ton sonntags ab 10 Uhr zu sehen und zu hören sein (Live-Stream und Mediathek www.ok-magdeburg.de).

Christen in Magdeburg werden sich beim Glockengeläut zum Gebet über die ganze Stadt hin verbinden. Die Kirchen im Kirchspiel sind zur Gottesdienstzeit (mit strengen Auflagen) geöffnet. Wer sich nach einer Zeit der Stille dort sehnt, ist willkommen! Wer zu Hause bleiben kann, tue es bitte.

Wer nun unerwartet Zeit hat, kann irgendwie helfen. Längst haben viele damit begonnen! In unseren Gemeindebüros wollen wir Netzwerke der Hilfe von Mensch zu Mensch knüpfen helfen – kontaktieren Sie uns!

Denken wir auch daran, einfach mal jemand anzurufen und Zeit zu schenken – vielleicht gerade zu einem Zeitpunkt, wenn man sich sonst normalerweise getroffen hätte? Warum sollten wir nicht gerade jetzt Freude wecken und das Verständnis füreinander fördern?

Wir brauchen Stützen für den sozialen Zusammenhalt und für unser seelisches Immunsystem. Wir lernen neu die Schätze des geistlichen Lebens wertzuschätzen. Herzlichkeit und Gebet! „Die Hände, die zum Beten ruhn, die macht Gott stark zur Tat. Und was der Beter Hände tun, geschieht nach seinem Rat.“

Als Jesus einst in einer öden Gegend ca. 5000 Menschen vor sich hatte und seine Jünger nicht wussten, wie man eine so riesige Menge satt bekommen sollte, sagte er ihnen schlicht: „Gebt ihr ihnen zu essen!“ Sie taten dann nur das Selbstverständliche: das bisschen Brot, das sie hatten, zu teilen. Den Rest besorgte der Herr – wir wissen nicht wie. Aber es geschah!

Können wir nicht daran anknüpfen, jede und jeder mit den jeweils zur Verfügung stehenden Möglichkeiten? Darauf wird Gott seinen Segen legen.

Leben wir jetzt intensiver? (Teil 2)

Vor einigen Tagen fragten wir uns: Was bedeuten diese großen Einschränkungen, dieses über uns gekommene, außergewöhnliche Fasten durch die Corona-Pandemie für uns? Und wenn wir uns jetzt in unsere vier Wände zurückziehen müssen, wie gelingt es, dabei nicht sozial zu verarmen?

Die erste Frage bezieht sich auf unser Gebet: Worauf will Gott unsere Aufmerksamkeit lenken? Wo liegt es ihm am Herzen, unsere Haltung oder unser Handeln zu verändern? Welche Entscheidungen können in diesen Wochen, die so anders sind, in uns heranreifen?

Zur zweiten Frage schrieb jemand: „Verzichte müssen nicht unbedingt Verluste bedeuten“. Denn selbst ein so großer, unfreiwilliger Verzicht kann uns wahrnehmungsfähiger machen. Im Moment erwacht in vielen das Bedürfnis, jemandem beizustehen, Frère Roger hätte es einen „Frühling des Herzens“ genannt. Lässt diese Zeit uns sozial ärmer werden? Es gibt Augenblicke, in denen wir jetzt sogar intensiver leben!

Wie unterschiedlich trifft diese Krise die Menschen! Manche haben plötzlich viel Zeit. Anderen bricht ihre wirtschaftliche Existenz weg. Das Gleichgewicht von Familie und Beruf muss neu gefunden werden. Wie können wir einander besser verstehen?

Wir haben Angst um die Ältesten in unseren Familien. Manche von ihnen sind seltsamerweise gelassener als wir. Haben sie schon tiefer verinnerlicht, dass kein Mensch seiner Sterblichkeit davonlaufen kann? Was können wir gewinnen, wenn wir diese Ahnung an uns heranlassen?

Unsere Gesellschaft tut mitunter so, als hielte sie einen Vertrag mit der Ewigkeit unseres jetzigen Daseins in der Hand. Was, wenn hinter der Gefährdung dieser „Welt des schönen Scheins“ eine andere, tiefere Schönheit aufleuchtete?

Jesus hat es mit fast herben Worten zum Ausdruck gebracht: „Wer sein Leben festhält, wird es verlieren. Wer es aber hingibt, wird es gewinnen“. Sich selbst verglich er mit einem Weizenkorn, das in die Erde gesät wird, und fügte hinzu: „Wenn es stirbt, dann bringt es reiche Frucht!“ Eine so vollkommen freie Liebe kann unser tiefstes Staunen wecken.

Gebet und Herzlichkeit können in diesen verrückten Zeiten ein Kompass sein und uns unseren Lebensstil überdenken lassen. Statt der ausgefallenen Flugreise zu Ostern macht man vielleicht einen Spaziergang durch die Gärten und lässt sich von der Sonne wärmen. Airlines stellen den Verkehr ein. Die Natur atmet auf! Geht das eigentlich auch ohne Pandemie? Gibt es vielleicht etwas, das bei uns veränderungswürdig ist?

Pfarrer Dr. Reinhard Simon


Gebet beim Glockenläuten

Der Klang der Magdeburger Glocken verbindet uns. Manche Kirchenglocken läuten täglich am Morgen und am Mittag, viele Glocken läuten um 18 Uhr. Dieses Läuten aın Tag (auch Angelusläuten genannt)  hat eine lange Tradition und lädt die Menschen ein, den Tageslauf zu unterbrechen und iın Gebet innezuhalten.

„Christen in Magdeburg“ (CiMD), die ökumenische Arbeitsgemeinschaft der Kirchen, lädt dazu ein, dieses Läuten in Zeiten der Herausforderung durch die Corona - Pandemie bewusst wahrzunehmen und innezuhalten. Das gilt auch sonntags, dann verbindet es uns in Zeiten, in denen wir derzeit nicht gemeinsam Gottesdienst feiern können.
Wenn Sie ein Glockengeläut hören:

  • Unterbrechen Sie Ihre Tätigkeit.
  • Halten Sie für einen Moment inne.
  • Hören Sie auf den Klang der Glocken.
  • Werden Sie innerlich still.

Sprechen oder singen Sie ein freies Gebet, einen Psalm, ein Vater unser oder ein anderes Gebet ihrer konfessionellen Tradition, z. B. den „Engel des Herrn“ (katholische Tradition).

Zwei weitere Gebetsvorsehläge:

Von guten Mächten wunderbar geborgen
Erwarten wir getrost, was kommen mag,
Gott ist bei uns am Abend und am Morgen
Und ganz gewiß an jedem neuen Tag.
(Dietrich Bonhoeffer)

oder

Ich will dir danken, Gott (Stille)
Ich bitte dich für (Stille)
Das bewegt mich gerade (Stille)
Hilf mir, dass ich in meiner Ungewissheit und Sorge mein Vertrauen zu dir behalte.
Lass mich und die anderen besonnen bleiben.
Bewahre die Schwachen.
Sorge für die Kranken.
Sei bei allen, die sterben.
Beschütze alle, die in Krankenhäusern und Laboren arbeiten,
die Kranke pflegen,
Eingeschlossene versorgen,
und sich darum bemühen, dass wir haben, was wir zum Leben brauchen.
Setz der Corona - Pandemie ein Ende. (Stille)


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