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Nachruf Pfarrer i.R. Dietrich Warner †
 

Dietrich Warner kennen wir als Seelsorger, der vielen Menschen nahegewesen ist. Dies erwuchs ihm aus seinem Glauben und dem Schatz der in ihm selbst gereiften Lebenserfahrungen. So begleitete er von 1992 an Menschen in der Paulus- und St. Laurentiusgemeinde und darüber hinaus. Auch im Ruhestand feierte er gern in der Gemeinde Gottesdienst und betreute eine Zeitlang die Hausgemeinde im Heim "St. Georgii" in der Hans-Löscher-Straße. Zehn Jahre lang war er als Pfarrer in der Paulusgemeinde und ab 2002 in der St. Laurentiusgemeinde tätig, war unermüdlich für die Sanierung der beiden Kirchen im Einsatz, war Gründungsmitglied beider Fördervereine und wirkte in ihren Vorständen mit. Maßgeblich war er daran beteiligt, mit dem Ausbau der Kulturscheune das Olvenstedter Pfarrgrundstück für die Ortsgemeinschaft zu öffnen. Noch an seinem letzten Wohnsitz in der Seniorenresidenz Am Adelheidring der Magdeburger Stadtmission sprach er aus der Tiefe seines Gedächtnisses mit Freude von Gemeindegruppen in Olvenstedt, die er im Herzen trug. Unvergesslich sind Vielen seine Kochabende und Sponsorenessen zugunsten der Kirchengebäude.

Als ich ihn kennenlernte, war er längst im Ruhestand. Bald zog er in die Goethestraße 24 und erzählte gern von den Gemeinden, in denen er gewirkt hat. Dann erlebten wir seine zunehmende Zerbrechlichkeit mit, die Mühen etwa, den Weg von seiner Wohnung bis in die gegenüberliegende Pauluskirche zu schaffen, und seinen Umzug in den Adelheidring, wo er bis zuletzt gut aufgehoben gewesen ist. Eine engere Verbundenheit bestand zu Renate Höppner, die ihn auch beim Tod seiner Mutter besonders begleitete. An der Seite seiner Mutter wird er nun auf seinen Wunsch hin begraben. Vertrauen wir ihn selbst in Gottes gütige Hände! Wir sind Gott dankbar für sein Leben und Wirken unter uns.

Dr. Reinhard Simon


Nachruf Christiane Mai †

In herzlicher Zuneigung denken wir an Christiane Mai. Viele Jahre prägte sie das Gesicht unserer Gemeinde mit durch ihr Singen im Chor, durch ihren Einsatz bei den Musicals der Paulus-Singschule und für die offene Pauluskirche, ihr Engagement in der Frauenarbeit, wie z.B. beim Weltgebetstag, und vieles mehr. Darüber hinaus war sie uns eine vertraute Nachbarin in der Goethestraße 28. Sie starb am 5. Juli. Es fällt schwer, so früh von ihr Abschied zu nehmen. Umso mehr vertrauen wir sie der heilenden Güte Gottes an, in der sie vollendet werden möge!

Bis in ihre letzten Wochen arbeiteten wir gemeinsam an einem Flyer für die Besucherinnen und Besucher der Pauluskirche. Sie fand dafür ein Gebet, das "Ich bin da" überschrieben ist. Dieses Gebet besteht im Hören auf die Stimme Gottes, die ins Herz spricht und zu dem die folgenden Zeilen gehören:

In die Lichtblicke deiner Hoffnung
und in die Schatten deiner Angst,
in die Enttäuschung deines Lebens
und in das Geschenk deines Zutrauens
lege ich meine Zusage: Ich bin da.

Dr. Reinhard Simon