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Nachruf Prof. Dr. Harald Schultze †

Er war Hochschullehrer der Theologie, Kirchenmann und leidenschaftlicher Prediger. Über einen langen Zeitraum hatte er einen Predigtauftrag in der Matthäusgemeinde und später im Kirchspiel Magdeburg-West. Sein heller Geist war für viele bis ins hohe Alter sehr inspirierend. Besonders interessierte ihn die kirchliche Zeitgeschichte. Er gehörte der gleichnamigen Kommission der Ev. Kirche in Deutschland an.

Harald Schultze starb am 21. März 2022

Dr. Reinhard Simon


Nachruf Pfarrer Martin Kramer †

Das Bild von Martin Kramer wird unvergesslich sein: ein aufrechter, gewissenhafter und mitunter streitbarer Christ, der Sonntag für Sonntag in der Pauluskirche im Gottesdienst war, über sehr viele Jahre zusammen mit seiner Frau, bis die Corona-Pandemie ihn zum Rückzug in die eigenen vier Wände zwang. Längst lebte er da im Ruhestand in unmittelbarer Nähe der Kirche. Von 1974 bis 1980 war er an dieser Stätte Gemeindepfarrer gewesen. Danach wurde er für zehn Jahre zum Präsidenten des Konsistoriums der Evangelischen Kirche der Kirchenprovinz Sachsen berufen.

Kramer gehörte zahlreichen Gremien an und engagierte sich dort mit seiner gesellschaftlich wachen, kritischen und profilierten Meinung. Bis zum Lebensende gehörte er der Magdeburger Stadtmission an. Seine letzten Monate verbrachte er zurückgezogen in den Pfeifferschen Stiftungen im Osten Magdeburgs, ohne auch nur einen einzigen Menschen auf seiner langen Liste zu vergessen, wenn es darum ging, mit seiner kleinen Handschrift pünktlich einen Geburtstagsgruß zu schreiben. Martin Kramer starb im Alter von 88 Jahren am 1. Januar 2022.

Dr. Reinhard Simon


Nachruf Christiane Mai †

In herzlicher Zuneigung denken wir an Christiane Mai. Viele Jahre prägte sie das Gesicht unserer Gemeinde mit durch ihr Singen im Chor, durch ihren Einsatz bei den Musicals der Paulus-Singschule und für die offene Pauluskirche, ihr Engagement in der Frauenarbeit, wie z.B. beim Weltgebetstag, und vieles mehr. Darüber hinaus war sie uns eine vertraute Nachbarin in der Goethestraße 28. Sie starb am 5. Juli. Es fällt schwer, so früh von ihr Abschied zu nehmen. Umso mehr vertrauen wir sie der heilenden Güte Gottes an, in der sie vollendet werden möge!

Bis in ihre letzten Wochen arbeiteten wir gemeinsam an einem Flyer für die Besucherinnen und Besucher der Pauluskirche. Sie fand dafür ein Gebet, das "Ich bin da" überschrieben ist. Dieses Gebet besteht im Hören auf die Stimme Gottes, die ins Herz spricht und zu dem die folgenden Zeilen gehören:

In die Lichtblicke deiner Hoffnung
und in die Schatten deiner Angst,
in die Enttäuschung deines Lebens
und in das Geschenk deines Zutrauens
lege ich meine Zusage: Ich bin da.

Dr. Reinhard Simon


Nachruf Pfarrer i.R. Dietrich Warner †

Dietrich Warner kennen wir als Seelsorger, der vielen Menschen nahegewesen ist. Dies erwuchs ihm aus seinem Glauben und dem Schatz der in ihm selbst gereiften Lebenserfahrungen. So begleitete er von 1992 an Menschen in der Paulus- und St. Laurentiusgemeinde und darüber hinaus. Auch im Ruhestand feierte er gern in der Gemeinde Gottesdienst und betreute eine Zeitlang die Hausgemeinde im Heim "St. Georgii" in der Hans-Löscher-Straße. Zehn Jahre lang war er als Pfarrer in der Paulusgemeinde und ab 2002 in der St. Laurentiusgemeinde tätig, war unermüdlich für die Sanierung der beiden Kirchen im Einsatz, war Gründungsmitglied beider Fördervereine und wirkte in ihren Vorständen mit. Maßgeblich war er daran beteiligt, mit dem Ausbau der Kulturscheune das Olvenstedter Pfarrgrundstück für die Ortsgemeinschaft zu öffnen. Noch an seinem letzten Wohnsitz in der Seniorenresidenz Am Adelheidring der Magdeburger Stadtmission sprach er aus der Tiefe seines Gedächtnisses mit Freude von Gemeindegruppen in Olvenstedt, die er im Herzen trug. Unvergesslich sind Vielen seine Kochabende und Sponsorenessen zugunsten der Kirchengebäude.

Als ich ihn kennenlernte, war er längst im Ruhestand. Bald zog er in die Goethestraße 24 und erzählte gern von den Gemeinden, in denen er gewirkt hat. Dann erlebten wir seine zunehmende Zerbrechlichkeit mit, die Mühen etwa, den Weg von seiner Wohnung bis in die gegenüberliegende Pauluskirche zu schaffen, und seinen Umzug in den Adelheidring, wo er bis zuletzt gut aufgehoben gewesen ist. Eine engere Verbundenheit bestand zu Renate Höppner, die ihn auch beim Tod seiner Mutter besonders begleitete. An der Seite seiner Mutter wird er nun auf seinen Wunsch hin begraben. Vertrauen wir ihn selbst in Gottes gütige Hände! Wir sind Gott dankbar für sein Leben und Wirken unter uns.

Dr. Reinhard Simon