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Die Pauluskirche feiert 125-jähriges Jubiläum

In diesem Jahr feiert die Paulusgemeinde das 125-jährige Jubiläum der Pauluskirche. Am 6. Oktober 1896 wurde die Kirche feierlich eingeweiht, und am 26. September werden wir dies in einem Festgottesdienst ab 14.00 Uhr zusammen mit Bischof Friedrich Kramer feierlich begehen.

Am 29. Mai eröffnen wir den Jubiläumssommer mit einem Konzert für Saxophon und Harfe, das Götz Baerthold und Anna-Maria Schwichtenberg geben werden. Am 3. Juli findet das Sommerfest rund um die Pauluskirche statt. Ein „Gespräch im Foyer“ über Geschichte und Gegenwart der Pauluskirche soll es im Herbst geben. Und ein neues Buch über die Pauluskirche wird die bisherigen Publikationen von 1996 und 2002 ablösen. Es wird im Juni erscheinen und über unser Büro erhältlich sein.

Die Gemeinde, zur damaligen Jahrhundertwende aus der Gemeinde St. Ulrich und Levin in der Altstadt herausgewachsen, fand in ihrer Kirche ein repräsentatives neues Zuhause, noch bevor sie selbstständig wurde. Seither ist die Pauluskirche ein geistlicher und kultureller Mittelpunkt im Stadtfeld. Dabei haben Kirche und Gemeinde eine wechselvolle Geschichte erlebt. Das erkennt man schon daran, dass nach dem 1. Weltkrieg nie wieder solch eine Kirche erbaut worden ist. Wie anders sieht das Gemeindehaus der Matthäusgemeinde aus! Erst in diesem Jahr bekommt es einen Glockenturm. Dies ist Zeichen eines tiefgehenden Wandels, der in Magdeburg mit dem „Neuen Bauen“ verbunden ist.

Nicht von ungefähr haben in den 1930er und 1940er Jahren die Gegensätze der „Deutschen Christen“ und der „Bekennenden Kirche“ auch die Paulusgemeinde erschüttert. Nach dem 2. Weltkrieg wurde der Wandel auch durch eine beachtenswerte moderne Innengestaltung sichtbar, deren Schlichtheit freilich am Ende alles andere als schön anmutete. Schließlich wurde die Kirche 2001/2002 durch ein einzigartiges Denkmalpflege- und Sozialprojekt innen annähernd in den Ursprungszustand zurückversetzt. Heute steht die Kirche insgesamt so schön wie zu Beginn da, wieder als eine Bürgerkirche, aber doch in anderem Geist als einst: eine Kirche für das Gebet, die Stille, den Gottesdienst, für Familien und Kirchenmusik und für die Stadtfelder, die hier einen gastlichen Ort auf dem Weg ihres Lebens finden mögen.